Featured

Editorial Juli

SymbolbildEs ist heiß in Deutschland. Die Medien sprechen von einer Hitzewelle. Wohl dem, der eine gut gekühlte Flasche Wasser aus dem Kühlschrank nehmen kann, um sich zu erfrischen. Am besten, man hat einen schönen Swimmingpool im Garten. Nun heißt es im Monatsspruch: „Es ströme das Recht, wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“

Und ich frage mich, wie gerecht sind die Ressourcen auf unserer Welt verteilt. Jesus hat einmal gesagt: „Gott lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45) Auch da könnte man fragen, ob das gerecht ist. Leiden nicht die ärmeren Länder noch viel stärker unter den Folgen des Klimawandels?

Wir diskutieren in unserem Land, ob unser Gesundheitssystem gerecht ist oder auch über die Rentenreform der Bundesregierung. Währenddessen legen die Superreichen ihre Milliarden in Stiftungen an… und die alleinerziehende Mutter soll bitteschön mehr arbeiten. Ich finde das ungerecht. Es regt mich auf, dass die FIFA horrende Eintrittspreise für die WM-Spiele verlangt, und trotzdem sind die Stadien ausverkauft. Also, nach meinem Empfinden strömen Recht und Gerechtigkeit nicht so, wie es sein sollte. Ich fürchte sogar, dass dieser Bach irgendwann versiegt.

Das aber ändert nichts daran, dass wir einen gerechten Gott haben und sich jeder Mensch eines Tages vor Gott rechtfertigen wird. Unser Vorrecht ist es, an diesen Gott zu glauben und zuerst und vor allem nach seiner Gerechtigkeit zu trachten – dann nämlich wird uns alles andere zufallen. Das ist kein Zufall. Gott gibt uns diese Verheißung.

Ich wünsche allen eine wunderschöne Urlaubszeit. Lasst uns auf unseren Reisen für die Menschen sensibel sein, die Gott uns nicht zufällig über den Weg schickt. Denn Gott will nicht zuletzt durch uns hindurch Ströme lebendigen Wassers und Gerechtigkeit fließen lassen!


Bleibt behütet und genießt die Sommerzeit.

Dziewas Ralf

 

 

 

 

Herzlich, euer Roland Bunde