Nun hat uns der Alltag wieder. Die Sommerferien sind vorbei. Am 1. September beginnt der Herbst - zumindest meteorologisch. Alle Jahre wieder kommt Weihnachten schneller als man denkt. Wir können die Zeit nicht einfangen. Es ist vergleichbar mit dem Haschen nach Wind, von dem der Prediger im Alten Testament spricht.
Aber nichtsdestotrotz möchte ich mich einen kurzen Moment darüber freuen, dass die Gottesdienste während der Sommerferien gut besucht waren… gerne denke ich auch an den Einschulungsgottesdienst und unser kleines Sommerfest in ganz entspannter Atmosphäre… und auch der Gemeindeausflug in die Lüneburger Heide war rundum gelungen. So viele schöne Momente. Ich möchte sie gerne festhalten. Natürlich habe ich auch viele Fotos gemacht und die schönsten Urlaubsfotos werde ich in einem Fotobuch verewigen. Doch wie das so ist, wenn der Alltag einen wieder einholt, es bleibt kaum Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Irgendwas ist immer.
Auch in der Gemeinde ist einiges für den Herbst und die Adventszeit geplant. Schaut euch die Tagesordnung der Gemeindeversammlung an. Und nicht zuletzt steht uns gesellschaftspolitisch ein heißer Herbst bevor. Vermutlich werden uns die Landtagswahlen aufwühlen.
Darum gefällt mir der Monatsspruch so gut. Eine Hand voll Ruhe ist vielleicht nicht viel. Aber immer noch besser als der ständige Versuch, noch schnell etwas zu erledigen und am Ende des Tages festzustellen, dass man wieder nicht zur Ruhe gekommen ist.
Umso wichtiger ist es, sich bewusst Zeit zu nehmen, um mal kurz zur Ruhe zu kommen. Einfach mal nichts tun. Einfach die Hände falten und die Augen schließen. Und gerade wenn die Woche stressig war, kann die Johannesgemeinde am Sonntag der Ort sein, wo wir zur Ruhe kommen und uns vergegenwärtigen, was wir alles erlebt haben… so viel Gutes und auch Barmherzigkeit… und ich bin sicher, es ist weit mehr als eine Hand voll.

Herzlich, euer Roland Bunde