Ich bin dann mal weg… die erste Woche der Osterferien verbringe ich auch in diesem Jahr wieder in Irland. Mein Bruder besitzt in Cappagh ein Haus, wo wir die gemeinsame Zeit und das einfache Leben in der Natur genießen. Jedes Jahr machen wir einen Ausflug zu den berühmten Cliffs of Moher. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir eine karge Steinlandschaft, The burren.
Inmitten der Steinwüste sehe ich ein Kreuz. Erstaunlich, dass im Frühling selbst hier grün zu entdecken ist.
So gesehen möchte ich die Welt mit anderen Augen sehen. Da, wo mir Menschen begegnen, die das alles nicht glauben können, was wir am Karfreitag und Ostern feiern, möchte ich gerne vermitteln, was ich glaube. Ohne Härte. Das versteht sich von selbst. Vielmehr mit Gefühl. Das Motto während der siebenwöchigen Passionszeit wird mich weiter begleiten. Ich möchte mitfühlen und nachfragen.
Es hat so gut getan, in der Kleingruppe auch offen über Verletzlichkeit zu reden. Wir haben so viel mit unserem HERRN und Gott erlebt – gerade in der Schwachheit hat sich seine Gnade als mächtig erwiesen. Wir wissen, wie es sich anfühlt, Vergebung zu empfangen. Und wir können glauben, dass Jesus am dritten Tag auferstanden ist und er die Macht hat im Himmel und auf Erden – auch wenn davon in den Tagesthemen so wenig zu sehen ist.
Ich glaube, dass wir einen mitfühlenden Gott haben. Ein Gott, der sich mit uns freut, wenn wir fröhlich sind und ein Gott, der mit uns weint, wenn wir traurig sind. Jesus hat geweint, weil er wusste, dass viele Menschen einfach nicht sehen konnten, was er ja auch für sie getan hat. Das berührt mich und ich hoffe, dass wir miterleben dürfen, dass Menschen bei uns in der Johannesgemeinde zum Glauben finden. Das möchte ich gerne sehen.

Herzlich, euer Roland Bunde